Verpackung

Der größte Einsatzbereich für Kunststoffe ist, nach der Verwendung für den Bau neuer Produkte, die Verwendung für Verpackungen (etwa 35%). Jeder Deutsche erzeugt jährlich 210 kg Verpackungsabfall. Diese enorme Menge muss unbedingt reduziert werden.

Für KoRo, als Lebensmittel Onlinemarkt, spielt die Frage nach der richtigen Verpackung eine zentrale Rolle. Wir schreiben Nachhaltigkeit groß, deswegen müssen auch solche Überlegungen mit in die Verpackungsthematik einfließen.

Momentan muss die Entscheidung zwischen Papier und Plastik getroffen werden, weil andere Materialien nicht geeignet sind. Wieso haben wir uns nach dem Umstieg auf Papierverpackungen erneut für Plastikverpackungen entschieden und warum ist die Entscheidung gut begründet? In diesem Artikel lassen wir euch teilhaben an einem steinigen Weg, der noch nicht beendet ist.

 

WAS IST PLASTIK?

Zusammensetzung und Herstellung

Was ist Plastik eigentlich? Chemisch betrachtet handelt es sich bei Kunststoff einfach ausgedrückt um einen Werkstoff aus Makromolekülen. In der Natur kommt er so nicht vor. Plastik ist außerdem nicht gleich Plastik, denn das angewandte Herstellungsverfahren entscheidet über die Art und individuellen Eigenschaften des jeweiligen Kunststoffes als Endprodukt. Kunststoff ist ein echter Wunderstoff. Er ist sehr vielseitig, aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit. Er kann hart, aber ebenso weich und biegsam sein. Nicht nur in unserem Alltag spielt Plastik eine zentrale Rolle, auch die Industrie und Wirtschaft setzt auf Kunststoff als wichtigsten Werkstoff.

 

Plastik, oder auch Kunststoff, wird aus Erdöl hergestellt. Genau an diesem Punkt ergibt sich das erste Problem, das an oberster Stelle von Kritikern aufgeführt wird. Erdöl ist ein besonders wertvolles Naturprodukt, da es nur begrenzt auf der Erde zur Verfügung steht. Ganze 5 % der gesamten Erdöl-Förderung fließen jährlich in die Produktion von Plastik. Gleichzeitig ist die Ölförderung sehr gefährlich und kann erhebliche Schäden für die Umwelt haben. Wir alle kennen die Bilder von gigantischen Ölfilmen, die aus Bohrinseln austreten und Flora und Fauna des Meeres zerstören. Neben Erdöl werden für die Herstellung von Plastik außerdem Rohbenzin, Gas, Diesel und weitere Öle benötigt, die ebenfalls wichtige Rohstoffe darstellen.

 

Deutschland ist ein gutes Beispiel für hohes Plastikaufkommen. Hier macht die Kunststoff-Industrie einen Jahresumsatz von fast 60 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 360 Millionen Tonnen. Die Produktion ist in den letzten 50 Jahren um das 20-fache gestiegen, denn Plastik ist der Stoff schlechthin!

 

Plastik im Alltag

Legen wir die Fakten auf den Tisch: Kaum ein Haushalt schafft es plastikfrei zu leben. Es ist unmöglich auf alle Gegenstände des täglichen Gebrauches zu verzichten, die aus Plastik bestehen. Dazu zählen neben ganz offensichtlichen Dingen, wie Trinkflaschen, Dosen, Lebensmittelverpackungen und Zahnbürsten auch eher unbewusste Sachen, wie Brillen, Textilfasern, Küchengeräte, Klebstoff oder Kosmetika. Nehmt euch an dieser Stelle einen kurzen Moment und geht bewusst durch eure Wohnung. Haltet Ausschau nach Plastik. Ihr werdet feststellen, dass wir in einer Welt aus Kunststoff leben! Wer sich bewusst für ein plastikfreies Leben entscheidet, geht einen Schritt in Richtung großer Veränderungen und Umstellungen. Der Verzicht auf Plastik im Alltag ist zum Großteil einfach noch unrealistisch.

 

Wie lässt sich das besonders hohe Verpackungsaufkommen in Deutschland erklären? Die Menge an Einpersonen-, Zweipersonen- und Seniorenhaushalten steigt exponentiell. Dadurch steigt auch die Menge an kleinen Produkt- und vorportionierten Einheiten, die fast immer Plastikverpackungen aufweisen.

Zudem hat sich das Konsumverhalten der Bürger grundlegend verändert. Fast Food und Convenience Produkte werden immer beliebter. Nahrungsmittel- und Getränkeverpackungen sind für rund 60% des Verpackungsaufkommens verantwortlich. Außerdem führt das Wachstum des Versandhandels zu einem erhöhten Bedarf an Verpackungen.

 

Der große Plastikboom hatte seine Anfänge in den 1960er Jahren. Die Entwicklung der PET-Flasche brachte nicht nur einen vollkommen neuartigen Werkstoff auf den Markt, sondern kann auch als Grundstein einer neuen Periode der Menschheit bezeichnet werden. Die Einführung von Plastik in unseren Alltag hat zweifelsfrei zu einer verbesserten Lebensqualität beigetragen. Allerdings hat die Verwendung auch negative Seiten, die zu Beginn nicht berücksichtigt wurden. Heute muss deswegen vermehrt über schädigende Aspekte, aber auch den richtigen Umgang mit Plastik, aufgeklärt werden. Auch KoRo hat eine Verantwortung, weil Plastikverpackungen verwendet werden.

 

WINNER AND LOSER

Umweltverschmutzung durch Plastik

Zurück zu den Kritikern: Neben dem Rohstoffverbrauch ist das zweitgrößte Argument gegen die Verwendung von Plastik die falsche Entsorgung von Kunststoffartikeln. Das Resultat ist eine Erde, die buchstäblich im Müll versinkt. Im Pazifik schwimmt eine Plastikinsel herum, die dreimal so groß wie Texas sein soll und ehemalige Paradiesstrände sind die Mülldeponien 2.0.

 

So hart es klingt, aber Schuld an dieser Gefährdung ist allein der Mensch. Nach dem Klimawandel stellt Plastikmüll im Meer das zweitgrößte Umweltproblem unserer Zeit dar. Jedes Jahr gelangen etwa 32 Millionen Tonnen Plastik in die Umwelt. Allein 8 Millionen Tonnen davon landen in den Weltmeeren. Heruntergebrochen bedeutet das, dass in jeder Sekunde 700 kg Plastikmüll die Meere verschmutzen. Besonders gefährlich ist der Müll für Seevögel und Fische. Vögel verwechseln Plastikteile im Meer mit Nahrung, fressen sie und sterben durch die Rückstände im Körper. Und auch Fische verwechseln Mikroplastik mit Plankton und fressen dieses. Es kann von ihnen nicht ausgeschieden oder verdaut werden, bleibt im Körper und landet bei uns auf dem Teller. Guten Appetit!

 

200 Tierarten sind es jährlich, die dem Plastikmüll zum Opfer fallen. Wer glaubt, dass das nur ein Problem der großen Ozeane am anderen Ende der Welt ist, täuscht sich. Bei Untersuchungen in der Nord- und Ostsee wurde in 5 % der Fische Plastikrückstände im Verdauungstrakt gefunden und Schätzungen zufolge haben 90 % der Nordseevögel Plastik im Körper.

 

Auswirkung auf den Körper und Zersetzungsprozess

Für diejenigen, denen die Umweltverschmutzung egal ist, sei folgendes gesagt: Kunststoffe enthalten auch schädigende Stoffe, wie beispielsweise Weichmacher. Diese können über Hautkontakt vom Körper aufgenommen werden und sich negativ auf den Hormonhaushalt auswirken. Dies kann Unfruchtbarkeit und Veränderungen im Erbgut zur Folge haben. Besonders kritisch für die Gesundheit sind PVC Kunststoffe.

 

Drittes Argument gegen Plastik ist die lange Zerfallsdauer von Plastik. Sie beträgt etwa 450 Jahre. Mikroplastik wird durch Wind und Wetter nur zerkleinert.Von unserer Zahnbürste haben also auch noch unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel etwas.

 

Als Winner kann man definitiv die Menschheit bezeichnen. Wie bereits angedeutet, hat Plastik enormes Potential und trägt nachweislich zu einem erhöhten Lebensstandard bei. Aber der richtige Umgang ist essentiell und sollte unbedingt umgesetzt werden, damit folgende Generationen auch noch die Schönheit des blauen Planeten erleben dürfen und die Natur nicht als Loser dasteht.

 

IST RECYCLING DIE LÖSUNG?

Die Gelbe Tonne: der Schlüssel zum Glück

Jeder kennt die gelbe Tonne vor der Haustür. Hoffentlich! Wir alle sind dazu aufgefordert unseren Müll ordnungsgemäß zu trennen. Sprich, Plastik gehört in die gelbe Tonne! Aber auch Aluminium und Weißblech gehören in diesen Müll. Nur so kann garantiert werden, dass es recycelt wird. Etwa 90 % des Haushaltabfalls wird von Entsorgungsunternehmen eingesammelt. 99 % des Plastikmülls werden wiederverwertet (siehe Abb.4). Diese Bilanz sieht auf den ersten Blick vorbildlich aus. Leider ist nicht alles so rosig, wie es zuerst den Anschein macht. Bei einem genaueren Blick auf die Zahlen erkennt man, dass nur 40 % tatsächlich recycelt, also effektiv wiederverwendet werden. Der Großteil landet in Verbrennungsanlagen und wird zur Energie- und Wärmegewinnung verbrannt. An dieser Stelle der Entsorgungskette besteht noch viel Potential nach oben.

 

Der Entsorgungszyklus

Ein anderes Problem befindet sich auf Seiten der Entsorger: Die Verbrennung ist kostengünstiger als das Recycling. In dieser Hinsicht ist eine Reform notwendig, denn Geld sollte nicht der Motivator für die umweltunfreundlichere Alternative sein.

 

Wir wollen aber nicht nur Entsorgungsunternehmen den Schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Recycling gestaltet sich schwierig und kostenintensiv, weil das Trennen und Sortieren der verschiedenen Plastikarten extrem aufwendig und manchmal nicht realisierbar ist. Wie bereits erläutert, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kunststoffe. Verpackungen und ähnliches sind oftmals nicht sortenrein zusammengesetzt, wie beispielsweise Glas. Durch die Mischung wird die Trennung beim Recyclingprozess zu einer echten Herausforderung für die Sortiermaschinen. Letztendlich landen gemischte Plastikverpackungen in Verbrennungsanlagen, obwohl sie wiederverwendbar wären.

Hochwertiges Plastik, wie wir es beispielsweise von PET-Flaschen kennen, kann vermahlen werden und wird wiederverwendet (zum Beispiel für Textilfasern oder als Grundstoff für die Industrie). PET-Flaschen sind die umweltfreundlichsten Verpackungen für Getränke, dicht gefolgt von Mehrwegflaschen aus Glas.

 

Politische Maßnahmen

Aber: Das deutsche Entsorgungssystem ist trotzdem gut im Vergleich zu anderen Entsorgungssystemen. Der Weg geht in die richtige Richtung. Auf politischer Ebene ist man sich der Probleme bewusst. Deswegen soll in Zukunft mehr Plastik recycelt werden. Die EU hat beschlossen, bis 2030 die meisten Plastiktüten wiederverwertbar zu gestalten. Außerdem soll Kunststoff sortenreiner hergestellt werden, damit auch bei der Entsorgung und der Wiederverwendung der Aufwand und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden.

 

In Deutschland steht eine effiziente Kreislaufwirtschaft an oberster Stelle des Entsorgungssystems. Oberster Leitsatz ist: Vermeiden vor Verwerten vor Beseitigen. Eine weitere Maßnahme der Regierung ist das sogenannte Abfallvermeidungsprogramm. Themen dieses Programmes sind die Förderung der Wiederverwertung von Müll, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, die Vermeidung von Abfällen in Unternehmensprozessen, aber auch die gesteigerte Nutzung von Produkten.

 

Besonders für Entwicklungsländer, die kein richtiges Abfallsystem haben, gestaltet sich die Müllentsorgung als problematisch. Oftmals sind es dann diese Länder, die ihren Müll in der Umwelt entsorgen.

 

Großes Potential besteht auf Seiten der Verbraucher. Wir alle können helfen! Effizientes Recyceln beginnt in den eigenen vier Wänden. Das Mülltrennungssystem ist in Deutschland zwar irreführend, aber wir alle müssen darauf achten, dass Produkte richtig getrennt voneinander entsorgt werden. Je besser der Müll entsorgt wird, desto mehr knappe Ressourcen können eingespart werden. Außerdem haben es Sortieranlagen später einfacher einzelne Kunststoffe und Metalle herauszufiltern, die wiederverwendet werden können. Landen Kunststoffe im Restmüll, sind sie nur noch für Verbrennungsanlagen nutzbar. Also: Richtiges Recyceln der Verpackungen ist die Voraussetzung für eine plastikärmere Umwelt. Und wenn die Kunststoffe richtig entsorgt werden, entsteht auch weniger Schaden.

 

Ab 2019 sollen die Unternehmen stärker in die Verantwortung einbezogen werden. Dadurch soll sich die Menge an Plastikmüll erheblich verringern. Hersteller und Vertreiber müssen ab sofort die Verantwortung für die Abfallwirtschaft ihrer Produkte während der gesamten Lebensdauer übernehmen. Diese Vorgehensweise soll besonders gute Voraussetzungen für eine umweltverträgliche Abfallvermeidung und -verwertung schaffen. Hersteller kennen die Zusammensetzung der Produkte am besten und können die besten Entscheidungen bezügliche der späteren Entsorgung treffen. KoRo möchte ab jetzt schon auf einen bewussten Umgang mit Plastik setzen: Deswegen nutzen wir recycelbare Verpackungen und minimieren den Einsatz von Kunststoffen für unsere Produkte.

 

Folgende Tabelle stellt dar, dass wir versuchen so wenig Plastik für unsere Verpackungen zu verwenden. Der Vergleich mit Verpackungen aus dem Lebensmitteleinzelhandel zeigt klar, dass unsere Verpackungen trotz aller Kritik umweltschonender sind.

 

 

Hersteller

Gewicht pro 100 g

KoRo

0,8 g

Farmer’s Snack (Aprikosen)

3 g

Ja (Pflaumen)

3,2 g

Mary Land (Nussmischung)

2 g

Rewe Beste Wahl (Mango)

9 g

 

 

DIE ANTI-PLASTIK-BEWEGUNG, IST DAS NUR ETWAS FÜR ÖKOS?

Konsumverzicht, Minimalismus, Zero Waste und Plastikfasten sind momentan voll im Trend.

Der Drang zur Natürlichkeit und die Sorge um den Planeten sind nur zwei von vielen Gründen für ein Leben ohne Plastik. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, Plastik aus ihrem Leben zu verbannen. Das, obwohl dieser Schritt den Alltag erheblich erschweren kann.

 

Der wohl wichtigste Grund für ein Leben ohne Plastik ist die zunehmende Belastung der Umwelt. Ist euch der „Great Pacific Garbage Patch“ im Pazifischen Ozean ein Begriff? Wenn nicht, solltet ihr euch ein Bild davon im Internet anzeigen lassen. Das wird einen erstmal sprachlos lassen. Dieser Meeresplastikteppich kann zwar nicht mehr verschwinden, aber wir können dazu beitragen, dass solche Müllinseln nicht noch größer wird. Und Achtung: Plastik gelangt nicht nur durch den direkten Strandzugang in die Meere, sondern auch über den Flussweg oder durch Wind. Das heißt, dass jedes Plastik in der Umwelt eine potentielle Gefahr für die Ozeane ist!

 

Die Natur wird nicht nur verschmutzt, sondern wichtige Ressourcen werden für die Herstellung benötigt: Erdöl an erster Stelle. Es ist kein Geheimnis, dass viele Plastikprodukte Wegwerfprodukte sind. Sie haben eine sehr geringe Nutzungsdauer von nur etwa 30 Minuten. Danach landen sie im Müll und der Zersetzungsprozess dauert Jahrhunderte. Etwa 12,6 Millionen Tonnen davon werden allein in Deutschland weggeworfen.

 

Besonders kritisch sind Plastiktüten, die im Supermarkt vergeben werden. Allerdings werden diese allmählich von den Kassen verbannt. Schon 60 % des Einzelhandels beteiligt sich bereits daran, Plastiktüten nur gegen ein Entgelt an Kunden zu verteilen. Ausgenommen davon sind aber dünne Tüten für Obst und Gemüse (siehe Abb.5). Das Bundesumweltamt schätzt einen jährlichen Verbrauch von 70 Tüten (sogar 115 inklusive dünner Beutel) pro Einwohner in Deutschland. Davon wird knapp jede zehnte Tüte nicht ordnungsgemäß entsorgt.

 

Nein, der Anti-Plastik-Trend spielt sich nicht nur in den Köpfen von Hardcore-Ökos ab, sondern wird zur zentralen Frage vieler Menschen, wie du und ich. Ob es immer nachvollziehbar ist oder manchmal als extrem bezeichnet werden kann, sei dahin gestellt. Ein Umdenken findet statt und steht vor allem Unwissenheit gegenüber. Welches Verhalten ist richtig, welches ist falsch? Wir hoffen, dass der Artikel euch aufklärt und Fragen beantwortet, die ihr vorher nicht klären konntet.

 

WER MACHT DAS RENNEN: PLASTIK ODER PAPIER?

Hand aufs Herz: Wie lautet eure Antwort, wenn ihr nach einer besseren Alternative zu Plastikverpackungen gefragt werdet? Papier, richtig? Wir wollen euch an dieser Stelle nicht enttäuschen, auch wir sind lange davon ausgegangen, dass Papier die bessere Wahl ist. Ein Blick auf die Ökobilanz zeigt aber, dass Papier nicht wirklich besser abschneidet.

 

Das „böse“ Plastik

Zuerst wollen wir Plastik genauer unter die Lupe nehmen. Das sind die Vorteile:

  • Große Vielfältigkeit
  • Lange Haltbarkeit
  • Leicht
  • Bruchfest, reißfest und elastisch
  • Temperaturbeständig
  • Unterschiedliche Härtegrade
  • Günstige Beschaffung
  • Energiesparender und emissionsärmer in der Herstellung als Papier
  • Grundsätzlich recycelbar
  • Keine Aufnahme von Feuchtigkeit oder Chemikalien
  • Leichte Verarbeitung.

 

Wie gesagt, Plastik ist der Mozart unter den Werkstoffen. Im Moment gibt es kein vergleichbares Material, das ebenso flexibel, vielseitig und massentauglich ist. Kunststoff bedeutet Fortschritt. Nachteile sind nur, dass sie nicht biologisch abbaubar und kratzfest sind.

 

Die Bilanz von Papier

So weit so gut, wie steht es um Papier auf der anderen Seite? Papier fühlt sich nach Natur an und sieht auch so aus. Eben diese Natürlichkeit ist ein Grund, weswegen viele Menschen Papier bevorzugen und als bessere Lösung empfinden.

 

Papier ist grundsätzlich schwerer und sperriger als Plastik. Außerdem wird bei der Herstellung mehr Energie und Wasser verbraucht. So fällt etwa die doppelte Menge an Energie für eine Papiertüte, als für eine Plastiktüte. Auch die Emissionswerte bei der Herstellung sind größer.

 

Damit das Papierprodukt die gleiche Reißfestigkeit und Stabilität hat wie das Plastikprodukt, muss es deutlich stärker und dicker sein. Dabei steigt der Rohstoff-, Wasser- und Energieverbrauch erneut. Außerdem wird die Verpackung dadurch schwerer und unpraktischer. Um Papier zu bleichen und zu reinigen, werden schädliche Chemikalien genutzt, wie Stickoxide oder Schwefeldioxide. Diese belasten wiederum die Luft und das Wasser. So viel zum Thema Natürlichkeit.

 

Papier ist außerdem nicht beständig gegen Wasser. Damit die Umweltbilanz von Papierverpackungen besser ausfällt als von Plastik, muss das jeweilige Produkt nicht frischen Fasern, sondern Recyclingpapier hergestellt worden sein. Außerdem muss es wiederverwendet werden. Ein nennenswerter ökologischer Mehrwert ergibt sich erst bei einer drei- bis vierfachen Wiederverwendung des Papiers. Papiertüten sind Plastiktüten nicht zwangsläufig vorzuziehen, aber ein großer Vorteil ist, dass sie sich zersetzen, wenn sie in der Umwelt gelangen im Gegensatz zu Plastik.

 

WAS ERWARTET DIE ZUKUNFT?

Werdet Verpackungsingenieur!

Leben heißt Prozess. Die Forschung im Bereich Verpackungstechnologie gehört zu den wichtigsten Gebieten der Entwicklung zum aktuellen Zeitpunkt. Plastik und Papier können bald schon Schnee von gestern sein.

 

Nennenswerte Alternativen zu Plastik- und Papierverpackungen sind gerade vor allem Baumwolltragetaschen. Sie sollen die perfekte Alternative sein. Aber auch diese Variante ist erst durch die mehrfache Wiederverwendung umweltfreundlicher. Bei der Produktion müssen, unter anderem, die hohen Emissionswerte beachtet werden, sodass erst ab einer Wiederverwendung von 35 Mal die ökologische Bilanz besser ausfällt.

 

Wie steht es um die Alternativen Glas und Blechdosen? Auch für die Herstellung dieser Verpackungen werden hohe Mengen an Energie und Rohstoffen (Quarzsand, Soda und Kalk) aufgewendet. Sie sind nur die bessere Alternative zu Kunststoffverpackungen, wenn sie wiederverwendet werden und keine langen Transportwege hatten.

Der große Pluspunkt ist allerdings die gute Recyclingmöglichkeit. Glas kann beliebig oft eingeschmolzen werden und erneut für hochwertige, neue Produkte verwendet werden. Außerdem können Mehrweg-Glasbehälter wieder befüllt werden. Zudem ist Glas eine natürlichere Alternative zu Plastik. Minuspunkt ist nur das stattliche Gewicht, die Bruchgefahr und die schwere Formbarkeit.

Außerdem Achtung: Einige Glas- und Blechverpackungen enthalten Plastikbestandteile. Wer also auf Plastik verzichten möchte, sollte die Packung ganz genau unter die Lupe nehmen. Plastik wird vor allem zur Innenauskleidung der Dosen genutzt oder sorgt als Verdichtungsschutz bei Glasbehältern.

 

Einige von uns kennen mit Sicherheit auch Bioplastik von Einweggeschirr und -besteck, das auf Feiern gern verwendet wird. Dieses ist schon seit einigen Jahren auf dem Markt und soll in Zukunft in größeren Mengen hergestellt werden.

Es wird aus nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen produziert und ist zu 100 % biologisch abbaubar. Als Basis dienen dafür zum Beispiel Mais, Zuckerrohr, Getreide, Cellulose oder Stärke. Durch bestimmte Bakterien werden diese Stoffe verändert und ergeben Kunststoffe. Klingt nach Science Fiction, ist in der Praxis aber gut umsetzbar.

 

Für Kunststoff aus Naturmaterialien existiert zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch kein gutes Recycling-System. Außerdem ist das Bioplastik nur ab bestimmten Temperaturen kompostierbar, die so nur unter industriellen Bedingungen erzeugt werden können. Dann dauert die komplette Kompostierung bis zu 3 Monaten. Das Ende vom Lied ist, dass auch dieses kompostierbare Plastik von Kompostieranlagen aussortiert wird, weil es nach Plastik (sprich: nicht kompostierfähig) eingestuft wird. Zum Großteil landet es deswegen in den Verbrennungsanlagen.

 

Weitere Grundlagen für Kunststoffe sind Chitin (ein Abbauprodukt von Schalentieren), Pilze, Algen, Weizen, Gerste oder Stroh. Die Forschung und Entwicklung in diesem Gebiet schläft nicht, denn langfristig soll der Weg weg von Plastik und auch Papier gehen. Außerdem ist es wichtig, dass die Forschung unterstützt wird, die an nachhaltigeren Produkten arbeitet.

 

Vielleicht sollten wir wirklich den Müll ins All schießen oder so konzipieren, dass Verpackungen mitgegessen werden können?

 

EINE ERSTE ZUSAMMENFASSUNG

Wer sein Müllaufkommen generell verringern möchte, sollte nicht nach Plastikalternativen suchen, sondern gänzlich auf Verpackungen verzichten. Nur so kann die Umwelt geschützt werden und der produzierte Abfall minimiert werden. Unterm Strich zählt nicht, ob der Müll aus Plastik, Papier, Baumwolle oder Glas besteht. Er ist entstanden und es wurden für die Herstellung des Verpackungsmaterials und Entsorgung Energie und Ressourcen aufgewendet.

 

An dieser Stelle sei auf die sogenannten „unverpackt Läden“ hingewiesen. Sie vermehren sich immer schneller in Deutschland und darüber hinaus. Das Konzept dahinter ist ziemlich simpel: Müll, insbesondere aus Plastik, soll vermieden werden. Die dort angebotenen Lebensmittel werden ohne Verpackung angeboten.

Der Kunde füllt sich in eigenen Behältern aus Glas, Bambus, Baumwolle oder Papier die gewünschte Ware ab. Diese Behälter werden in der Regel wiederverwendet und sind ökologisch wertvoller als Einwegpackungen. Bis jetzt ist der Aufwand beim Einkauf noch größer als im herkömmlichen Supermarkt. Außerdem ist das Angebt bei weitem noch nicht vergleichbar mit normalen Läden. Die „unverpackt Läden“ sind insbesondere auf trockene Waren sowie Eier, aber auch Joghurt und Milch in Mehrweg-Glasflaschen beschränkt. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass Stück für Stück das Sortiment erweitert wird, denn die Nachfrage steigt exponentiell. Auch bei vielen Preisen muss sich noch etwas ändern, denn sie können noch nicht mit den Supermarkt Angeboten mithalten.

 

PLASTIK: WIESO, WESHALB, WARUM?

Für viele Kunden steht KoRo für eine große Produktpalette natürlicher Produkte, die nachhaltig produziert werden und nachhaltig vertrieben werden. Dieses Image im Einklang mit der Umwelt ist uns eine Herzensangelegenheit, die eine zentrale Bedeutung unserer Unternehmensphilosophie ist. Nachhaltigkeit wird bei uns groß geschrieben, deswegen haben wir unsere Entscheidung für Plastikverpackungen nach gründlichen Überlegungen getroffen.

 

DIE OPTIMALE LÖSUNG

Es gibt leider nicht die eine optimale Verpackung für unsere Produkte. Bei der Beurteilung und Entscheidung sind viele Kriterien eingeflossen:

  • Transportfähigkeit
  • Reißfestigkeit
  • Ökologischer Fußabdruck
  • Massentauglichkeit
  • Kosten
  • Lagerfähigkeit.

 

Wir sind der Meinung, dass der Verzicht auf Verpackungen keine Lösung für unser Unternehmen ist. Besonders im Umgang mit Lebensmitteln erfüllt die Verpackung eine wichtige Schutzfunktion vor Verderb oder Beschädigung während des Transports. Durch die Verpackung werden Aromen und Vitamine erhalten und Fremdgerüche abgegrenzt. Außerdem kann nur durch eine gute Verpackung die Haltbarkeit sichergestellt und von uns garantiert werden. Jedes Verpackungsmaterial hat seine positiven und negativen Aspekte, die wir bereits aufgelistet haben. Wir haben uns nicht gegen die Umwelt entschieden, sondern für Plastik. Kunststoffverpackungen sind für unseren unternehmerischen Rahmen am sinnvollsten und sind auch für den Konsumenten, also euch, am besten geeignet. Teil der Entscheidung waren folgende Aspekte:

  • Wie viel wiegt die Packung?
  • Wie lassen sich die Transportkosten so gering wie möglich gestalten?
  • Wie gut sind die Verpackungen stapelbar?
  • Wie komfortabel lässt sich die Packung öffnen?
  • Ist die Verpackung wiederverschließbar?

 

Verpackungen aus Plastik müssen regelmäßig sogenannte Migrationswerte für Substanzen bestehen. Stoffspezifische Grenzwerte für den Übergang auf Lebensmittel dürfen nicht überschritten werden. So wird verhindert, dass mögliche toxische Substanzen auf Lebensmittel übergehen. Niemand muss sich also vor Giften fürchten! Überwachungsbehörden führen regelmäßige Kontrollen durch, die gewährleisten, dass die Lebensmittel eine einwandfreie Zusammensetzung haben.

 

Materialien, die im Zusammenhang mit Lebensmitteln verwendet werden, müssen strenge Anforderungen erfüllen. Die Verantwortung der Einhaltung liegt selbstverständlich bei den Herstellern.

 

UNSER BISHERIGER WEG

Der Weg zum heutigen Stand hat über einige Umwege geführt. Gestartet sind wir mit Plastikverpackungen, wollten dann aber einen natürlicheren und ansprechenderen Look für euch schaffen. Es folgte der Umstieg auf Papierverpackungen. Anfängliche Freude hat sich langsam aber stetig in Ärger umgewandelt. Wir mussten feststellen, dass der Schein manchmal trügt. Das, was nach Papier aussah, hat sich schnell als echte Mogelpackung herausgestellt: So sind die Verpackungen äußerlich zwar aus Kraftpapier, enthalten aber eine zusätzliche Schicht aus Plastik und eine Innenauskleidung aus Alu. Hallo? Das braucht doch wirklich niemand!

 

Obwohl diese Verpackungen positives Feedback eurerseits erhalten haben, mussten wir uns von Papier entfernen. Gerade in Kombination mit den Großpackungen stellte es sich als ungeeignet heraus, weil es nicht über die ausreichende Reißfestigkeit verfügt. Außerdem kann die Haltbarkeit nicht im gleichen Maße garantiert werden, wie Plastikverpackungen.

 

Weiterer Grund ist das Ziel der deutschen Regierung: Bis 2030 soll die Lebensmittelverschwendung mehr als halbiert werden. Deswegen setzen wir auf Plastik. Die verwendeten Beutel aus Kraftpapier sind ständig gerissen. Das ist uns nicht nur unangenehm, sondern verärgert natürlich auch euch. Niemand möchte einen kaputten Beutel mit 3 kg Linsen bekommen.

 

Daraufhin haben wir mit den Überlegungen von ganz von vorn begonnen. Unsere Entscheidung fiel auf die sogenannten OPP (gleich orientiertes Polypropylen) Flachbeutel. Diese bieten besonders in der Lebensmittelindustrie Vorteile für Verbraucher und Hersteller:

  • Platzsparend
  • Hochtransparent
  • Halten hohem Gewicht durch praktische Fertigung mit Seitennaht stand
  • Beständig gegen Säure, Laugen, Lösungsmittel und organische Fettsäuren
  • Keine Schädigung der Haut oder Atemwege
  • Hohe Haltbarkeit der darin gelagerten Waren, dadurch kann Lebensmittelverschwendung gesenkt werden
  • Garantie der notwendigen Hygiene: Sauerstoff, Feuchtigkeit und Reifegase gelangen nicht an die Lebensmittel
  • Enthalten keine Weichmacher

 

Niemand sagt, dass unser Weg hier endet. Wir werden natürlich mit den Entwicklungen neuer Verpackungen mitgehen und unsere Entscheidungen danach anpassen.

 

 

 

 

 

 

 

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